Wir sind wieder zurück! Der GAK 1902 steigt nach dem 2:1-Auswärtssieg in Vöcklamarkt in die 2. Liga auf und kehrt damit in den Profifußball zurück. Ein Märchen wird wahr. Eines, in dem die Liebe alles besiegt.

Irgendwann, gegen 3.15 Uhr, sagt Dominik Hackinger diesen einen Satz, der alles sagt. Diesen Satz, der der Grund ist, warum der GAK wieder da ist, warum dieser ganze lange, oft mühselige, Weg von ganz, ganz unten nach fast ganz oben so erfolgreich und so unglaublich schnell gegangen werden konnte. Der Satz, der die Klammer ist, der alles zusammenhält. Der Satz, der beschreibt, warum Funktionäre, Helfer und Fans sich immer wieder aufs Neue reinhauen, alles geben für ihren Verein. Für unseren GAK.

Du schaust die Jungs an, die da gerade in der "Scheinbar" den Aufstieg feiern. Siehst wie sie lachen, tanzen, trinken, jubeln - und vor allem siehst du, dass sie viel mehr als nur Mannschaftskollegen sind. Freunde nämlich. Mindestens gute, manche sogar beste. Du umarmst den Dominik - nicht zum ersten Mal an diesem Tag. Und dann sagt er es: "Weißt, Dieter, wir sind auch deswegen so gut, weil wir uns lieben!"

Der Peter Kozissnik steht neben dir. Mein Gott, wie der strahlt. Du busselst ihn schon wieder ab, bist fast unfähig ihm zu sagen, wie viel Freude er dir bereitet. Aber wenigstens kannst du ihm jetzt antworten. "Und, weißt schon, was du morgen schreibst?" Du antwortest ihm mit einer Umarmung. Du sagst ihm damit, um was es gehen wird in diesem "Matchbericht". Nämlich um die Liebe.

"Wir sind geboren, um dich zu lieben und für dich da zu sein, oh GAK!"

Das singen sie, deine Freunde in der Kurve. Nie war es wahrer als jetzt. Bei jedem Einzelnen der Jungs auf dem Feld, aber auch bei jenen wie Gerald Säumel, Luka Puster oder Marco Heil, die nicht in Vöcklamarkt dabeisein konnten und gemeinsam via Livestream mitfieberten, hast du das Gefühl, dass sie geboren sind, um den GAK zu lieben. Egal, wie lange sie schon hier sind - ob ganz kurz wie Thomas Zündel oder Philipp Wendler, oder schon recht lang wie Dominik Hackinger und Lukas Graf. Sie alle lieben diesen Klub. Und sich untereinander.

Das ist es, ganz sicher, was uns so anders macht. Diesen langen Weg konnten wir nur deshalb so erfolgreich gehen, weil niemand bei uns ist, dem es egal ist, ob er bei uns oder bei wem anderen spielt. Nein, sie alle wollen den GAK nach oben begleiten, verzichten auf mehr Geld und mehr Freizeit, die sie bei anderen Vereinen hätten. Und sie sind eins mit uns, den Fans. Sie sind die, die zu uns kommen und uns sagen, dass das alles ohne uns nicht möglich wäre. Sie tun das, weil sie auch uns lieben.

Dies kann kein Matchbericht werden, nicht nach so einem Tag. Es muss einfach eine Liebeserklärung sein. An Lukas Hösele zum Beispiel. Genau in diesem so wichtigen, in diesem historischen Match, muss er den erkrankten Patrick Haider (alles Gute!) vertreten. Sein erster Einsatz in der Regionalliga. Und wie abgebrüht, wie selbstbewusst, wie routiniert der junge Mann das erledigt hat. Wow! Und Alex Rother muss man seine Liebe zeigen: Beide Tore erzielt - aber nicht irgendwie. Eines schöner als das andere. Irgendwie typisch.

Denn die ganze Mannschaft trat gestern auf, als wäre es das einfachste der Welt, Vöcklamarkt zu schalgen. Die haben heuer noch kein einziges Mal daheim verloren? Egal! Sie spielen auf dem von uns gar nicht geliebten Kunstrasen? Egal! Es lastet der Druck, zumindest einen Punkt holen zu müssen auf uns? Egal!

Das war Euch alles egal, Jungs - aber ihr, ihr seid uns echt nicht egal. Wir lieben Euch wegen genau solcher Partien. Weil Ihr bereit seit, alles zu geben für den GAK. Für uns.

Ein Wort noch zu den Gastgebern aus Vöcklamarkt: Danke für den herzlichen Empfang, danke für die tolle Betreuung. Ihr seid ein echter Vorzeigeverein, toll, was ihr da geschaffen habt. Und ganz besonders gehört euer Kapitän und Tormann Wolfgang Schober vor den Vorhang geholt. Er hat unseren Kickern eine Kiste Bier zum Feiern auf dem Feld spendiert. Was für eine tolle Geste, was für ein Zeichen von Sportsgeist und Respekt! Danke!

Was im Sommer 2013 in Judendorf in der 1. Klase begann, wird nächstes Jahr in Wien, Salzburg, Innsbruck oder Linz weitergehen. Und wieder mit viel, mit ganz viel Liebe im Gepäck. Mehr kann man jetzt nicht mehr sagen - nur noch:

WE ARE GAK!

 

P. S.: Am Dienstag treffen wir um 19 Uhr daheim auf Gurten. Lasst uns weiterfeiern. Und lieben.