Was ist denn das für ein Titel?, fragt Ihr vielleicht. Gegenfrage: Was war denn das für ein Match? Die 3:2-Niederlage in Allerheiligen macht uns ein bisschen sprach- und ratlos. 

Das Wort "außergewöhnlich" verwendet man ja meist nur in Zusammenhang mit positiven Handlungen oder Ereignissen. Man kann es aber auch in seiner eigentlichen Bedeutung verwenden. "Außergewöhnlich" bedeutet nämlich nichts anderes als "ungewöhnlich" - und das war das gestrige Match in Allerheiligen auf jeden Fall.

Unsere Kurve hat es - unterstützt von vielen anderen Fans - wegen der ungewöhnlich hohen Eintrittspreise boykottiert. Die Stimmung auf GAK-Seite glich daher jener, die wir aus winter- oder sommerlichen Freundschaftsspielen kennen. Wahrlich ungewöhnlich - wir hoffen sehr, dass wir so etwas nicht mehr erleben müssen.

Das Match selbst begann dagegen in gewisser Weise gewöhnlich. Sprich: Wie gewohnt übernahmen unsere Roten das Kommando - und das in außergewöhnlich effizienter Art und Weise. Philipp Wendler stürmte zwei Mal auf Allerheiligen-Tormann Florian Schögl zu. Und dieser musste sich beide Male geschlagen geben (8. und 14.). 2:0 nach einer knappen Viertelstunde - da lag neben dem Schnitzel- und Bratwurstduft auch der Geruch eines Debakels in der Allerheiligener Luft.

Doch spätestens nachdem der GAK weitere Topchancen (z. B. Wendler/19.) ausließ und Allerheiligen immer besser ins Spiel fand, lief das Match nicht mehr in gewohnter Manier ab. Und spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Michael Schauer in der 30. Minute war klar: So "g'maht" wie die "Wiesn" auf dem Platz wird dieses Match für den GAK wohl doch nicht werden.

Gerade einmal zwei Minuten waren in der 2. Halbzeit gespielt, als Robin Friesenbichler seiner ungewöhnlich fußballaffinen Familie alle Ehre machte und spektakulär zum 2:2 ausglich. Der Rest verlief leider aus beiderlei Sicht ungewöhnlich. Unseren Roten gelang es nicht mehr, voll dagegenzuhalten und das Siegestor zu erzielen. Den Allerheiligern aber schon - in der 82. Minute traf Michael Fauland zum 3:2 für die Hausherren, die damit einen ungewöhnlichen, weil kaum erwartbar gewesenen Sieg feiern durften.

Selbst die sprachgewandtesten GAK-Fans vor Ort waren danach ein bisschen sprachlos. Hier ein "Tja, ...", dort ein "Ähm, ..." und ganz am Ende dann ein "Pffff! ..." - so ungefähr vielen die Reaktionen aus.  Die ersten beiden stehen für Rat- und Sprachlosigkeit, Nummer drei aber für "Auch egal!"

Letzteres ist es, was wir mitnehmen - auch weil wir wissen, dass es unseren Jungs keineswegs egal sein wird, wie sie kommenden Samstag in Weinzödl (18.30 Uhr) gegen die WAC Amateure auftreten. Wir werden einen anderen GAK erleben - und auch eine andere Unterstützung. Es ist ganz und gar nicht ungewöhnlich, wie sehr man die Gesänge unserer Kurve vermissen kann ...

Übrigens: Unsere Kurve feuert heute die KM II in ihrem Match gegen Vasoldsberg in Weinzödl an. Gewinnen unsere Jungs, sind sie Meister! Die Kurve feuert aber nicht nur an, sie sammelt auch Spenden für unser "Special Needs"-Team. Respekt, Jungs! Das ist eine wahrlich außergewöhnliche Geste - außergewöhnlich gut!

WE ARE GAK!