Morgen (Freitag) ist es so weit: Unser GAK 1902 trifft im Spitzenspiel der HPYBET-2. Liga auf den Tabellenführer Austria Klagenfurt. Ein Klub, der ebenfalls turbulente Zeiten hinter sich hat ...

Wie sich die Voraussetzungen gleichen: Letzte Woche hatte Kollege Wolfgang Kühnelt in seinem Vorbericht zum Innsbruck-Match die beiden Kontrahenten aufgrund ihrer turbulenten Vereinsgeschichte als Traditionsklubs auf langjähriger Achterbahnfahrt beschrieben. Morgen (Freitag) trifft der GAK 1902, einer der beiden Rollercoaster von vergangener Woche, auf die Austria Klagenfurt, deren Geschichte, was Turbulenzen angeht, auch einiges zu bieten hat.

Mehrere Namensänderungen hat die Austria schon hinter sich. Gegründet als "Kaufmännischer Sportklub", wurde der spätere SK Austria Klagenfurt für ein Jahrzehnt zum FC Kärnten, mit einem verstorbenen prominenten Landeshauptmann als (Ehren-)Präsidenten und mit einer von ständigen Trainerwechseln und anderen Aufs und Abs geprägten Laufbahn, die im Desaster eines Konkurses endete. Kommt uns bekannt vor ...

Zu dieser beiden Klubs gemeinsamen negativen Erfahrung kommt aber mit der erfolgreichen Neugründung ein weiterer – wesentlich positiverer – Berührungspunkt. Die heutige Austria ist für ihre Fans – und die sind in solchen Fragen der entscheidende Faktor – nicht bloß der inoffizielle Nachfolgeverein, sondern DIE Austria Klagenfurt. Und somit kommt es am Freitag zu einem weiteren Schlager zwischen zwei österreichischen Traditionsvereinen in einer der spannendsten zweiten Bundesligen aller Zeiten.

Weitere Berührungspunkte zwischen den Klubs gefällig?

  • Der Ex-GAK-Angestellte und spätere Präsident Peter S. leitete die Geschicke der neuen Austria bis zum heurigen Februar als Präsident.
  • Dann gab es da auch einen Trainer namens Walter Schachner, der die Klagenfurter von der Landesliga in die oberste Spielklasse führte und Cupsieger wurde.
  • Auch ein Spieler wie Emanuel Pogatetz hat die Kärntner in seiner Vita stehen.
  • Und schließlich darf man auf keinen Fall auf Roland Kollmann vergessen, den Kultstürmer unseres Clubs, der gegenüber dem österreichischen Fußballmagazin „Ballesterer“ einmal meinte, er habe wohl „GAK auf den Schädel tätowiert.“

Der – überraschende – Erste der Zweiten Liga kommt also als Gast zum Dritten. Und es geht um nichts weniger als um die Tabellenführung. Trotz des Innsbrucker Ausrutschers kann der GAK nämlich, einen Punkteverlust von BW Linz vorausgesetzt, mit einem Sieg die Tabellenführung erobern. Auf ihrer Homepage freut sich die Austria auf den Besuch beim GAK, denn das letzte Match gegeneinander ist sieben Jahre her. Am 1. September 2012 verlor unser Klub in Klagenfurt in einem absoluten Schlagerspiel mit 3:2 denkbar knapp. In unserem Kader standen damals Spieler wie Rauter, Deutschmann oder Durlacher (und Reuven Oved – erinnert ihr euch noch an den? – fehlte verletzungsbedingt).

Zwei nicht zuletzt wegen ihrer treuen Fans „unzerstörbare“ Clubs spielen am Freitag um die Tabellenspitze. Mit ihrer Unterstützung, vor allem mit der Unterstützung durch die fantastische Kurve, die Auswärtsspiele in gefühlte Heimspiele verwandelt, sollte es gelingen, das laut Sportdirektor Alfred Gert zuletzt fehlende Prozent draufzulegen und vor beeindruckender Kulisse einen Sieg einzufahren. Außerdem könnte es durchaus sein, dass unser junger brasilianischer Perspektivspieler Richard mit der Nummer 31 erstmals im Kader steht. Karte kaufen, kommen und genießen!

Autor: Alfred Haidacher

P. S.: Tickets gibt es online, im Vorverkauf heute (Donnerstag, 17 bis 19 Uhr, Club 1902) und morgen ab 15 Uhr an der Tageskasse. Wir sehen uns!