Das nächste Kapitel des roten Märchens ist geschrieben. Wir bleiben, was wir ohnehin sind: Erstklassig
Am 15. Mai 2004 wurden wir durch ein 1:1 gegen Pasching Bundesligameister. Zehn Jahre (und drei Tage) später wurden wir (vorzeitig) wieder Meister. Nicht in Liebenau, nicht vor fast ausverkauftem Haus. Sondern in Mariatrost, gegen Weinitzen – und vor ausverkauftem Haus. Meister der 1. Klasse Mitte A.
Manchmal kommen sie noch, diese Flashbacks, diese Erinnerungen an diese glorreiche Zeit in den Tiefen des Fußballkellers. Amateure waren wir damals – und zwar alle, nicht nur jene, die am Spielfeld oder am Rande standen, sondern auch jene, die den Verein überhaupt wieder zum Leben erweckt und getragen haben. Und jeder einzelne Fan, der von Anfang an dabei war oder im Laufe unserer Reise dazukam. Das Wort „Amateur“ heißt übersetzt „Liebhaber“ – und das war und ist es, was uns niemand nehmen konnte und kann, nicht damals und nicht heute: Die Liebe zu diesem Verein, zu unserem GAK.
Und ganz ehrlich: Damals, am Platz in Mariatrost, an einem Sonntagvormittag, da war die Bundesliga, die Rückkehr in ihren Schoß, nur ein Traum. Jetzt, zwölf Jahre und zwei Endspiele später, haben wir bewiesen, dass wir hingehören, wo wir sind.
In diesem Endspiel gegen Blau-Weiß Linz trat die von Ferdinand Feldhofer und seinem Trainerteam perfekt eingestellte Mannschaft unfassbar reif, unfassbar professionell und vor allem unfassbar leidenschaftlich auf. Die Amateure von einst haben den Weg geebnet – und mit ihnen jeder einzelne Fan. Die Profis von heute, und nicht nur jene am Spielfeld, sondern auch jene am Rande und dahinter, gehen ihren und damit unseren Weg weiter.
Am Ende der Bundesligasaison 2025/26 hat es sich wieder gezeigt, dass wir „unkaputtbar“ sind, dass, keiner uns stoppen kann, wie wir es auch gerne von den Rängen erschallen lassen. Es war wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle, es war wieder arschknapp, wie man so schön sagt.
Es gab wieder Tiefschläge, wir mussten wieder einmal mit strittigen Entscheidungen hadern, Verletzungspech wegstecken und das tun, was wir ganz gut können: Leiden.
Aber wir sind immer wieder aufgestanden, haben immer wieder dagegengehalten. Und wurden belohnt. Auch weil unsere Sportdirektoren sowohl im Sommer (Dieter Elsneg) als auch im Winter (Tino Wawra) viel richtig machten. Ramiz Harakate wurde im Sommer geholt und schlug sensationell ein. Donovan Pines, Beres Owusu, Tobias Koch, Alexander Hofleitner, Ludwig Vraa und Tim Paumgartner – dank ihrer Klasse konnten wir ebendiese halten. Und im Winter gabt es mit Franz Stolz, Leon Klassen, Mark Grosse und Mathias Olesen vier Zugänge, die innert weniger Tage so agierten, als wären sie schon ewig in unseren Reihen.
Danke dafür, an beide Sportdirektoren. Überhaupt gehören auch jene vor den Vorhang, die all zu oft hinter ihm stehen (müssen). Von Zeugwart Gernot Winter über Teammanagerin Beatrice Sifkovits oder Torwarttrainer Thomas Queder und all die anderen, die abseits des Spielfeldes dafür sorgen, dass unser „Werkl“ rennt – oder all jene, die im administrativen Bereich tätig sind, sich Woche für Woche reinhauen: Der Klassenerhalt ist auch Euer Verdienst, jede Liebesbekundung von den Rängen gilt auch Euch!
Wir haben bei Rapid oder in Tirol gefeiert, gegen den Stadtrivalen, gegen Wolfsberg oder Hartberg gelitten, wir haben gelacht und manchmal (vielleicht nur heimlich) geweint. Wir tun das – und das sollten wir auch in Zukunft tun – gemeinsam. Denn so abgedroschen es auch klingt: Nur gemeinsam sind wir stark. Nur gemeinsam werden wir unseren glorreichen Weg seit 2013 weitergehen können.
Wir werden nächstes Jahr wieder angreifen, und wir alle werden wieder da sein. Denn wir können ja ohnehin nicht anders. Und wollen es auch gar nicht. Denn:
WE ARE GAK