Im Jahr 2024 gelang uns gegen die WSG der erste Bundesliga-Sieg nach dem Wiederaufstieg und das 1:1 gegen die Tiroler in der letzten Runde der letzten Saison sicherte uns aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Diese beiden Begegnungen zählen wohl zu den prägenderen Momenten der letzten Spielzeit. In allen bisherigen Bundesliga-Duellen konnte der GAK 1902 zumindest einen Punkt herausholen. Die WSG scheint also unter einem roten Fluch zu stehen.
Nach dem Heimsieg gegen Ried hat sich der Abstand zum direkten Abstiegskonkurrenten aus Linz - dank der Unterstützung der WSG - vergrößert. Dennoch bleibt die Aufgabe Klassenerhalt anspruchsvoll, auch weil mehrere Stammkräfte weiterhin fehlen. Trotz des Personalmangels zeigte die Mannschaft zuletzt sowohl individuelle Glanzmomente als auch eine geschlossene Teamleistung, die Mut macht.
Jano und Oberleitner fallen weiterhin aus. Ob Maderner, Koch, Satin oder Kreuzriegler rechtzeitig fit werden, wird sich zeigen. Zudem fehlen Owusu (Gelbsperre) sowie Mark Grosse (Rotsperre). Auch Trainer Ferdinand Feldhofer verfolgt das Spiel von der Tribüne aus. Die verbleibende Mannschaft muss erneut beweisen, dass sie die Ausfälle kompensieren kann; zurückkehrende Spieler könnten mehr Stabilität bringen. Die Verletzungen und Sperren, in Kombination mit der Regelung rund um den Österreichtopf, könnten dafür sorgen, dass vermehrt junge Spieler aus den GAK 1902 Amateuren die Lücken schließen.
Auch die Tiroler können mit Achtungserfolgen im Rücken ins Spiel gehen. Gegen den Stadtrivalen konnten sie zuletzt zweimal triumphieren. Zumindest gegen ein Grazer Team gelang ihnen damit die volle Punkteausbeute. Am vergangenen Sonntag feierte man einen 3:2-Sieg gegen Blau-Weiß Linz, bei dem Nikolai Baden Frederiksen mit einem Hattrick in der ersten Halbzeit besonders auffiel. Allerdings sah der Torschützenkönig Valentino Müller (9 Tore, 2 Vorlagen) seine fünfte Gelbe Karte und wird am Sonntag fehlen.
Das Ziel des kommenden Spiels ist eindeutig: Den Vorsprung auf Blau-Weiß Linz ausbauen und den Rückstand auf die oberen Plätze verkürzen. Zwei aufeinanderfolgende Erfolge würden uns im Abstiegskampf sehr helfen und auch das Selbstvertrauen der Mannschaft weiter stärken.
So kurz vor der Punkteteilung hätten wir uns wohl alle eine komfortablere Ausgangslage gewünscht. Dennoch sind unsere Rotjacken für Überraschungen bekannt – im Positiven wie im Negativen. Mit den Erinnerungen an den die vergangenen Erfolge gegen die WSG und ihre großen Bedeutungen für uns im Gepäck hoffen wir, dass die zuletzt gezeigte Leistung auch in Tirol wieder abgerufen und im Idealfall sogar noch gesteigert werden kann. Schließlich soll der rote Fluch für die WSG auch dieses Mal wieder spürbar werden.
Bisherige Duelle:
Matthias Fössl
Foto: GEPA pictures