Der GAK gewinnt in Gleisdorf mit 1:0. Mit Glück - dafür haben wir nun den Beweis, welches Tier das Glück bringt, und wer die Tüchtigen sind, die es haben.

Wenn zwei Ereignisse zusammenfallen, die miteinander aber dennoch nichts zu tun haben, dann nennt man das "Scheinkorrelation". Ein klassisches Beispiel dafür ist der vermeintliche Zusammenhang zwischen einem Ansteigen der Anzahl der Störche und des Anstieges der Geburtenzahl. 

Natürlich wissen wir alle, dass es nicht der Storch ist, der die Kinder bringt. Natürlich weiß das auch der Autor dieser Zeilen - nicht nur weil er zweifacher Vater ist. Und dennoch ist bei ihm gestern der feste Glaube daran, dass manche Ereignisse überhaupt nichts miteinander zu tun haben, auf eine harte Probe gestellt worden. Und auch damit hatte ein Storch zu tun - doch dazu später mehr.

Wir haben ja - wie auch schon im Matchbericht nach dem Hinspiel - auch im Vorbericht in die kulinarische Verbalkiste gegriffen. Nun, um dies auch ein drittes Mal zu tun: Von einem Jausengegner waren die Gleisdorfer so weit entfernt, wie es ein Würstelstand von einem Haubenrestaurant ist. Die Truppe von Andreas Moriggl zeigte von Beginn an unseren elf Akteuren und den - offiziell - 1.600 BesucherInnen, das man dem GAK nicht nur Paroli bieten will, sondern dies auch kann. Folgerichtig waren es auch die Gleisdorfer, die in Person von David Gräfischer zwei Mal gefährlich vor das Tor von Patrick Haider kamen. In der 6. Minute war es nur die Luft oberhalb des Tores, die - vergeblich - versuchte, den Ball abzuwehren, zwei Minuten später war es Haider, der dies erfolgreich tat.

Unsere in dunkelblau-weiß angetretenen Roten übernahmen dann aber sukzessive das Kommando, und kamen in der 14. Minute zur ersten dicken Chance. Nach einem Eckball von Peter Kozissnik kam Thomas Zündel im Strafraum völlig frei zum Kopfball, traf diesen auch gut, leider aber mit ihm auch einen Gleisdorfer Verteidiger. In der 24. Minute zeigte dann unser Patrick Haider, wie das mit dem Glück des Tüchtigen gemeint ist. Wieder war es David Gräfischer, der nach einem Freistoß per Kopf zum Ball kam, welchen Haider mit tollem Reflex so abwehrte, dass dieser daraufhin den Kontakt mit der Latte suchte und von dort ins Torout wanderte.

Womit sich diese Szene wesentlich von jener unterschied, die sich vier Minuten später und im gegenüberliegenden Strafraum abspielte. Ein Freistoß von Alexander Bauer wurde von der Gleisdorfer Mauer an die Querlatte abgefälscht, von wo der Ball zurück- und vor die Beine von Alexander Rother sprang - 1:0. Danach tat sich nicht mehr viel in Halbzeit 1, die Jungs aus dem Gleisdorfer Nachwuchs, die den Fans Wurstsemmeln und Brezeln verkaufen wollten, kamen auf ihrem Weg hinter dem westlichen Tor - zumindest gefühlt - öfter dem Strafraum nahe, als das die beiden Mannschaften auf dem Spielfeld taten. 

Die 2. Halbzeit gehörte zum Großteil den nun stark drückenden Gleisdorfern, unsere Roten kamen nur mehr vereinzelt zu Chancen. Vor allem in den letzten 15 Minuten drückten die Hausherren gewaltig - aber vergeblich. Womit wir bei der eingangs erwähnten Scheinkorrelation wären. "Das Glück ist ein Vogerl", sagt der Volksmund. In Gleisdorf trat das Glück diesmal offensichtlich in Form eines Storches auf - der flog nämlich in der 75. Minute seelenruhig und nicht all zu hoch über dem Tor von Patrick Haider vorbei. Und offensichtlich ließ er dabei ein bisschen Glück auf unsere Roten regnen - jenes Glück halt, welches das Mascherl des Tüchtigen trägt.

83 Minuten waren gespielt, als unser Patrick eigentlich geschlagen war, Stefan Pfeifer aber auf der Linie rettete. Und weil unsere Roten in dieser Saison so überaus tüchtig waren, war halt auch noch in der 91. Minute eine größere Portion "Tüchtigen-Glück" übrig, als ein Kopfball der Gleisdorfer an die Querlatte prallte. Und dann war es - zum Glück (!) - auch schon aus. Klar, dass die Gleisdorfer unglücklich (!) mit dem Ergebnis waren - zurecht. Zur Aufmunterung an die Herren Gräfischer & Co.: Ihr habt wirklich toll gespielt, ward dem GAK - wie auch schon im Hinspiel - zumindest ebenbürtig.

Fazit: Der Volksmund hat immer recht. Zumindest dann, wenn es um das gefiederte Glück oder jenes des Tüchtigen geht. Und wir können uns auch ziemlich sicher sein, dass man später einmal über diese Regionalligasaison sagen wird: Am Ende gewann der Gute. Ihr wisst, wer gemeint ist ...

WE ARE GAK!

 

P. S.: Wir sehen uns alle wieder am Freitag (19.30 Uhr), wenn der GAK in Weinzödl auf den FC Wels trifft. Und nachdem die neue Karfreitagsregelung ja die Auswahl eines persönlichen Feiertages erlaubt, bitten wir Euch, diesen Karfreitag zum Feiertag für unsere Roten zu machen!